Bremsleuchte eines PKW

Ausgebremst. Was tun?

Angenehm sieht anders aus. Sie fühlen sich ausgebremst, neben der Spur, orientierungslos und bekommen nichts mehr auf die Reihe.

Es ist, als würden Sie gegen eine Wand anrennen, als hätte sich die ganze Welt gegen Sie verschworen. Was soll das?

 Wenn Ihnen diese Situation (allzu) vertraut ist und Sie daran etwas ändern möchten, dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Ausgebremst. Was tun?

Also grundsätzlich braucht’s dafür mal zwei. Zumindest. Und zwar zwei mit unterschiedlichen Vorstellungen. Soweit nachvollziehbar?

Der Sohn eines guten Freundes erzählte mir unlängst voller Stolz von der bestandenen Führerscheinprüfung … und von einem Beinahe-Unfall bei seiner ersten selbständigen Ausfahrt.

Was war passiert?

Noch etwas unsicher bei höheren Geschwindigkeiten war er etwas langsamer unterwegs als möglich und hatte auf einem unübersichtlichen Straßenabschnitt bald eine kleine Kolonne von Fahrzeugen hinter sich, die nicht überholen konnten. Aus einem Feldweg kam ein Fahrzeug, der Lenker erkannte offensichtlich die Situation und wollte noch rasch vor der nahenden Kolonne einbiegen.

Eine Kollision habe der junge Mann – so seine Version der Geschichte – nur durch eine Vollbremsung verhindern können. Hinter ihm habe das beinahe zu einem Auffahrunfall geführt, erzählte er entrüstet.

Ausgebremst. Blöde Geschichte – aber noch einmal gut gegangen.
Und was hat das nun mit unserem Thema zu tun?

Coaching-Tipp: Ausgebremst

Wenn wir uns ausgebremst fühlen, gehen wir in aller Regel davon aus, dass es in dem Spiel einen Übeltäter gibt. Jemanden, der oder die rücksichtslos, absichtsvoll oder gar böswillig gegen unsere Interessen handelt. So was soll vorkommen.

Aber wie damit konstruktiv umgehen?

1. Hüten Sie sich davor, ungeprüft Absicht zu unterstellen.

Die Dynamik einer Auseinandersetzung ist eine völlig andere, ob Sie es „lediglich“ mit einem Interessenskonflikt zu tun haben oder tatsächlich Opfer eines absichtsvollen Angriffs sind. Hüten Sie sich also davor, ungeprüft Absicht zu unterstellen, selbst wenn Sie sich tatsächlich persönlich angegriffen fühlen.

Aus der Perspektive des einbiegenden PKW könnte der beschriebene „Beinahe-Unfall“ jedenfalls auch ganz anders ausgesehen haben. Mit ein paar Kilometern mehr Fahrpraxis mag der nun nicht mehr ganz so unerfahrene Führerschein-Neuling über die als dramatisch empfundene Episode schmunzeln – und selbst einem übervorsichtigen Verkehrsteilnehmer selbstbewusst zeigen, wie zügig man so einen Wagen auf Touren bringen kann …

2. Spielen Sie das Spiel. Solange es Ihr Spiel ist.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne.  Es ist nicht unbedingt eine Heldentat, jemanden kaltzustellen und den eigenen Vorteil rücksichtslos auszuspielen. Andererseits: In wettbewerbsorientierten Umgebungen liegen Gewinnen und Verlieren nahe beieinander und bis zu einem gewissen Maß sind Grenzüberschreitungen Teil des Spiels.

Wo genau die Grenze des guten Geschmacks liegt und wo sich der Spaß aufhört, ist meist abhängig von der Unternehmenskultur und den persönlichen Wertmaßstäben.

Solange es Ihr Spiel ist: Spielen Sie das Spiel!

3. Fordern Sie Fairness. Und bleiben Sie fair.

Jedes Spiel hat seine Regeln – und geschriebene oder gelebte Gesetze, wie man mit Regelverstößen vernünftig umgeht.

Solange die Basis für eine gute Zusammenarbeit intakt ist: Gehen Sie offensichtlich oder vermeintlich unfairen Handlungen auf den Grund.

Verschaffen Sie sich Gehör. So können Sie Ihr Umfeld aktiv mitgestalten und verbessern. Manchmal braucht es dazu vielleicht ein wenig Mut und Überwindung. Doch wenn Sie auf Ihr Gegenüber offen und fair zugehen, schaffen Sie die beste Grundlage für ein konstruktives Miteinander.

4. Nehmen Sie Ihr Gegenüber ernst …

 Mit ein wenig Aufmerksamkeit haben Sie sicher bald ein Bild davon, mit welchen Ihrer Vorstellungen Sie in Ihrem Umfeld ankommen … und womit eben nicht.

Die Notwendigkeit, eigene Ideen mit einem sozialen Umfeld abstimmen zu müssen zwingt uns, uns klar und verständlich auszudrücken, präzise und nachvollziehbar zu argumentieren. Und das hat fraglos seinen Sinn.

Manchmal sind wir halt eben „auf der falschen Spur“ und müssen mit eigenen Vorstellungen zurückstecken.

Das Bonmot, dass „nur tote Fische mit dem Strom schwimmen“ mag dann zu dem trügerischen Umkehrschluss verleiten, dass alles lebendig, kraftvoll und zukunftsweisend sei, nur weil es „gegen den Strom“ schwimmt.

Eine Gewährleistung für die Richtigkeit dieser verwegenen Annahme wäre mir nicht bekannt.

5. … und auch sich selbst.

Etwas ist mir allerdings durchaus vertraut: Nämlich der katastrophale persönliche, gesundheitliche und wirtschaftliche Schaden, den ein allzu langes Verweilen in einem unpassenden Umfeld mit sich bringt – und zwar letztlich für beide Seiten.

Wenn Sie sich in Ihrem Unternehmen ausgebremst fühlen und das Ihre zu einer Klärung der Situation beigetragen haben. Wenn Sie merken, dass Sie trotzdem einfach nicht mehr im Spiel sind, dass es an erwartbarer Fairness mangelt und/oder Ihr Gestaltungsspielraum ausgeschöpft ist.

Dann sollten Sie nicht zögern, sondern konsequent über eine Neupositionierung nachdenken. Ziehen Sie sich in die Stille zurück. Sprechen Sie mit Bekannten oder Freunden. Suchen Sie sich eine Person Ihres Vertrauens für ein persönliches Coaching.

Es geht dabei um Ihr höchstes Gut. Ihre vitale Lebenskraft.

Übrigens

Ich war nicht dabei, als der inzwischen mehrfach erwähnte Führerschein-Neuling seine ersten Erfahrungen im Straßenverkehr machte. Aber ich hatte unlängst selbst übersehen, nach einem abgeschlossenen Überholvorgang den Blinker auszuschalten.

Wäre da jemand vor mir eingebogen, hätte er oder sie wohl annehmen müssen, dass ich rechts abbiegen wollte und entsprechend langsamer würde.

Das hätte dann wohl zumindest zu einem Beinahe-Unfall geführt. Und ich hätte mich sicher glatt ausgebremst gefühlt. 😉

© Photo by Defranceschi

Eine im Wasser untergehende Person

Chaos. So bewahren Sie den Überblick.

Es kommt immer wieder mal vor, dass die Dinge chaotisch ablaufen und dann halb fertig liegen bleiben? Der Großteil der Arbeit ist „eigentlich“ erledigt … und doch können Sie den Lohn für Ihre Mühen nicht einfahren? Ganz einfach, weil Sie ein lästiges Detail übersehen haben?

Dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Chaos. So bewahren Sie  den Überblick!

Manchmal überkommt sie uns einfach: Die Lust, einem spontanen Impuls zu folgen und sich Hals über Kopf auf eine Aufgabe  zu stürzen, statt sich vorab ein bisschen ernsthafter damit auseinander zu setzen.

Einen Umzug organisieren, einen neuen PKW anschaffen … oder auch „nur“ das Koffer packen vor einer Reise. Für manche Menschen sind Aufgaben wie diese ein sprichwörtliches „rotes Tuch“, das fast zwangsläufig in einem veritablen Chaos endet.

Es ziehen dann Tage und Wochen in’s Land voller Anspannung, Stress und unfruchtbarer Konflikte. Und am Ende war womöglich die ganze Mühe umsonst, weil irgend ein verd…. Detail übersehen wurde?

Der ganze damit verbundene Stress muss gar nicht sein.

Coaching Tipp: Chaos

Probieren Sie’s mit den folgenden kurzen Anregungen und Sie werden den nächsten Bungee-Jump durch’s Chaos bedeutend leichter bestehen, wetten?

Was genau. Riskieren Sie ein paar Minuten zur Klärung der scheinbar banalen Frage, was Sie eigentlich wirklich wollen – klingt einfach, ist es nicht. Tun Sie’s trotzdem:

Es macht nun mal einen großen Unterschied, ob Sie den gesamten Hausstand einfach in eine neue Wohnung verschieben, den Umzug für das längst fällige Ausmisten oder gar dazu nutzen wollen, Ihr ganzes Leben komplett neu aufzustellen.

Wofür wirklich. Spritverbrauch, Versicherungskosten, Ausstattungsvarianten. Fragen über Fragen wollen überlegt und geklärt werden. Und sicher haben auch noch Partner, Kinder und Freunde zumindest eine Meinung … wenn auch nicht zwangsläufig eine Ahnung davon, wofür Sie den neuen PKW tatsächlich brauchen. Gut zu wissen, dass zumindest Ihnen das klar ist.

Es macht nun mal einen großen Unterschied, ob Sie von dem neuen Wagen vor allem mehr Platz, mehr Leistung oder geringere Unterhaltskosten erwarten.

Wie tun. Erst wenn Ihnen klar ist, was genau und wofür Sie das wollen, machen Sie sich langsam an’s Tun. Und wenn Sie sich dann beim Koffer packen bei der Frage ertappen, ob sie Dieses oder Jenes  tatsächlich mitnehmen wollen, haben Sie Ihre persönliche „Messlatte“, anhand derer Sie rasch eine Entscheidung treffen können: Mitnehmen oder zuhause lassen?

Bringt ja nicht wirklich was, wenn Sie sich von der bevorstehenden Reise in erster Linie Ruhe und Entspannung erwarten und vorsorglich schon mal einen ganzen Stapel Fachbücher einpacken, die Sie schon lange durcharbeiten sollten.

***

Was aber tun Sie, wenn Sie sich dabei ertappen, dass Sie alles gleichzeitig wollen: Den Umzug in ein ganz neues Leben ohne etwas zurückzulassen? Einen neuen Wagen – geräumiger, leistungsstärker und billiger zugleich? Einen erholsamen Urlaub voller spannender neuer Impulse … in dem auch noch Liegengebliebenes aufgearbeitet werden kann?

Sollte Sie an dieser Stelle das Gefühl beschleichen, das Thema „Chaosbewältigung“ sei gar nicht Ihre größte Herausforderung, dann kann ich das gut nachvollziehen.

Hinter scheinbar chaotischem Verhalten verbirgt sich das eine oder andere Mal eine ganz andere Herausforderung: Nämlich die, sich mit dem jetzt Möglichen zufrieden zu geben. Die absehbaren Konsequenzen einer Entscheidung zu tragen. Die Ärmel hoch zu krempeln und an der Verbesserung seiner Lebensbedingungen fröhlich und tatkräftig mitzuwirken, statt von einem Thema zum anderen zu springen, sobald es irgendwo „eng“ wird.

Also für mich persönlich ist es immer wieder besonders spannend: Genauer hinsehen – da, wo Chaos entsteht!

 

© Photo by nikko macaspac on Unsplash

Meinungen – Andere besser verstehen

Es gibt Diskussionen, die können uns wirklich auf die Palme bringen. Da werden Meinungen vertreten, Ansichten geäußert … dabei stellt es uns regelrecht die Nackenhaare auf.  

Geht es Ihnen auch manchmal so?

Dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Meinungen – Andere besser verstehen

Unlängst bin ich auf ein bitter-böses Posting gestoßen.

Der Horizont der meisten Menschen sei ein Kreis mit dem Radius null. Hat es da geheißen. Das nenne man dann einen Standpunkt.

Ich mag diesen provokativen Humor. Und für unser Anliegen ist es schon mal was, überhaupt einen Standpunkt zu haben. 😉

Sicher haben Sie bereits ein konkretes Thema, an dem sich in Ihrem Umfeld die Gemüter erhitzen. Corona selbstverständlich. Klimawandel. Privilegien und Benachteiligungen. Lehrer und Beamte. Männer und Frauen. Flüchtlinge. … usw.

Wenn Sie das rechte Thema gefunden haben, genügt oft ein kleiner Funken und wir haben sie auf dem Tisch: die helle Aufregung.

Dabei würde es hier erst richtig spannend werden.

Coaching Tipp: Meinungen

Coaching Tipp Meinungen - Andere besser verstehen. StandpunktMeinungen sind bestenfalls ein kurzes, knappes Intro in ein wirkliches Gespräch. Da werden eben diese Stand-PUNKTE vertreten, die meist nur recht verkürzt und plakativ geäußert werden.

Und in wenig qualitätsvollen Auseinandersetzungen bleibt’s auch meist dabei. „Bist jetzt dafür oder dagegen!?“ wird dann allzu früh eine Positionierung gefordert – zu einem Zeitpunkt, zu dem weder Hintergründe noch Zusammenhänge geklärt sind.

Was zu kurz kommt, ist das wirklich konstruktive aufeinander zu gehen statt sich lediglich mit etwas „auseinander“ zu setzen.

Sie haben „Ihr“ Thema noch parat. Oder?

Dann gehen Sie jetzt doch einmal versuchsweise so vor, dass Sie sich fragen, wie Ihr Gegenüber (ja, genau: der oder die mit dieser verrückten Weltanschauung!) zu dieser – aus Ihrer Sicht – schrägen Ansicht gekommen ist.

Coaching Tipp: Meinungen - Andere besser verstehen - Standpunkt_2Welche Erfahrungen, Prägungen, Erlebnisse, Ideen, Muster … mögen wohl dahinter verborgen sein? Dass ein gesunder Mensch zu einer (aus unserer Sicht) so verdrehten Meinung kommt?

Manchmal hilft schon ein kurzes „Hinschauen“, „Hinhören“, das Gegenüber besser zu verstehen.

Und gar nicht so selten entstehen in derart offenen Gesprächen völlig neue Einsichten. Richtige Aha-Erlebnisse, die uns eine ganz neue Perspektive einnehmen lassen und zu völlig neuen Lösungsmöglichkeiten führen – im privaten wie auch im beruflichen Bereich.

So können wir „Meinungsfreiheit“ als wirklich lebendigen Grundwert pflegen.  Aber halt richtig. Nicht nur auf dem Papier.

© Header Photo by Defranceschi

Zwei Rosenblüten

Lebensmitte – die besten Jahre!

War’s das? Hat mich vor Jahren ein befreundeter Arzt gefragt. Er hatte sich  gerade endgültig etabliert und alles schien „auf Schiene“ zu laufen.

Ist es das? Hab ich mich selber gefragt. Als ich vor über 10 Jahren einen tollen Job aufgab und das „Abenteuer Selbständigkeit“ begann.

Das ist sie: Die Lebensmitte. Rushhour des Lebens.

Wenn Sie auch zu jenen Menschen gehören, die sich bereits ihre Sporen verdient haben und jetzt „mitten drin“ stecken: dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Lebensmitte – die besten Jahre!

Da gibt es diese Empfehlung.  Was ein Mann in seinem Leben alles verwirklicht haben sollte – und es gibt diese Liste natürlich in verschiedenen Versionen.

  • Einen Baum pflanzen.
  • Ein Haus Bauen.
  • Eine Familie gründen.
  • Ein Kind in die Welt setzen.
  • Ein Buch schreiben.

Über eine entsprechende Empfehlung für Frauen ist mir bis dato nichts bekannt – aber auch die Damenwelt ist fraglos mit einer ganzen Reihe von Ansprüchen und Erwartungshaltungen konfrontiert.

No question.

Nun haben Bäume die Eigenschaft, Früchte und Blätter zu produzieren – und eine Menge Äste, die mit einiger Regelmäßigkeit gestutzt werden wollen.

Das Haus braucht einen neuen Anstrich, die Familie will gepflegt und der Nachwuchs ausgebildet werden.

Das mit dem Buch … naja: Memoiren liegen im Trend.

Doch was tun, wenn im Spannungsfeld zwischen beruflichen Anforderungen, Erwartungen der eigenen Familie und möglicherweise bereits pflegebedürftiger Eltern … rein gar nichts mehr geht?

Coaching-Tipp: Lebensmitte – die besten Jahre!

Eins vorweg: Überforderung ist allgegenwärtige Realität und das tägliche Scheitern part of the game.

Wer seine Grenzen nicht immer wieder überschreitet schöpft sein Potenzial nicht aus.

Gerade in der Lebensmitte ist das Leben am Rande und außerhalb der Komfortzone die Normalität und die „krisenfreie Zeit“ mehr die Ausnahme als die Regel.

Mit den folgenden Erfolgsrezepten geht Vieles leichter:

1. Barmherzigkeit üben

Barmherzigkeit – was für ein Wort – in erster Linie gegenüber sich selbst.

Das Erkennen und Anerkennen eigener Grenzen ist ein guter Anfang. Bäume wachsen nun einmal nicht in den Himmel.

Wo Grenzen immer wieder gekreuzt und ausgelotet und letztlich als real anerkannt werden, können wir uns sicher sein, dass wir unser Leben in seiner ganzen Fülle ausgekostet haben.

Up to the limit. Das ist doch schon mal was, oder?

2. Die Kraftquelle entdecken – und pflegen!

Anzuerkennen, dass die offenen Baustellen nicht weniger  und die eigenen Ressourcen nicht mehr werden ist das Eine.

Das Andere ist es, eine persönliche Kraftquelle zu entdecken – und zu pflegen!

Für einen meiner ersten Kunden war es das Melken seiner Kühe.

In dieser ruhigen Zeit ließ er seinen Tag revue passieren und fand zu neuer Kraft, Inspiration und zu kreativen Lösungen für alle möglichen Probleme.

Nun hat halt nicht jeder gerade eine Kuh im Garten herumstehen.

Der regelmäßige Rückzug zu einer einfachen Tätigkeit, bei der wir das Denken einmal beiseite legen und ganz für uns sein können lässt sich aber natürlich auch anderweitig bewerkstelligen.

Vorschläge gefällig?

Gartenarbeit. Sport. Malen. Basteln. Tanzen. Kochen. Spielen.

Sagen Sie nicht, da sei nichts für Sie dabei.
Finden Sie Ihr eigenes „Ding“!

3. Humor

Humor – was täten wir, wenn wir den nicht hätten. In all seinen Formen.

Leicht und spritzig. Wild und unbändig. Dunkler, schwarzer, böser Humor.

Humor hilft, wenn mal was kaputt gegangen ist.

Humorvoll belüftet können die produzierten Scherben leichter verrotten statt zu vergammeln und aus scheinbarem Versagen wird Düngemittel für neues Wachstum.

Humor ist wenn man trotzdem lacht. 🙂

***

Sich den vielfältigen Aufgaben der Lebensmitte kraftvoll und präsent stellen – mit beiden Beinen auf der Erde, einem im Lauf der Jahre immer besseren Gespür für die tatsächlichen Grenzen und der Fähigkeit, über sich selbst zu Lachen.

Das sind sie. Die besten Jahre.

© Header Photo by Defranceschi

Urlaub. Brachzeit für die Seele

Urlaub. Brachzeit für die Seele

Endlich Urlaub: Entspannen, Abschalten … Erholung und Abenteuer – es ist wieder einmal höchste Zeit dafür!

Wie nutzen Sie diese wertvollen Wochen im Jahr?

Wenn auch bei Ihnen die Liste der Ideen länger als die verfügbare Zeit ist, dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Urlaub. Brachzeit für die Seele

Hand auf’s Herz: Bei wem hat das Thema Urlaub nicht schon einmal zu heftigen Konflikten in der Familie oder im Freundeskreis geführt?

Hab ich’s mir doch gedacht: niemand.
Bei mir ist es übrigens genauso.

Und es ist ja auch völlig verständlich: Im Lauf des ganzen Jahres sammeln sich Ideen, Vorhaben, Projekte an … die endlich einmal abgearbeitet werden wollen: Die neue Teichanlage im Garten, die Besteigung dieses einen besonderen Berges, der längst überfällige Ausflug in den Zoo oder ins Museum … Verwandtenbesuche, die erholsamen Tage am Wasser …

Ein Schelm, wer dabei an Stress denkt.
Aber wie kann sie denn wirklich gelingen, die erholsame Zeit?

Coaching-Tipps: Urlaub

Klar gibt es kein Patentrezept. Aber ein paar „typische“ Fallen, denen man getrost aus dem Weg gehen kann:

Tipp 1: Unterschiedliche Vorstellungen

Sie freuen sich natürlich schon lange auf diese Zeit. Ein paar Tage, in denen Ihnen keine geschäftlichen Aufgaben einen Strich durch die Rechnung machen und Sie Ihre Zeit endlich nach eigenem Gutdünken verwenden können. Denkste.

Da ist die Partnerin oder der Partner. Da sind Kinder, Verwandte … und vielleicht auch noch die eine oder andere Arbeit in Haus und Garten, die schon lange angegangen werden sollte.

Achten Sie rechtzeitig auf eine gute Mischung. Damit stellen Sie sicher, dass niemand zu kurz kommt und der Urlaub wertvolle Erlebnisse für Alle mit sich bringt. 

Tipp 2: Das geht sich locker auch noch aus

Wenn wir schon mal dabei sind, machen wir’s doch gleich konkret:

Eine Familie bestehend aus zwei Elternteilen und sagen wir zwei Kinder. Die Verwandtschaft lassen wir vereinfachender Weise mal weg – das macht nach Adam Riese: 4 Personen.

Jede/r hat so seine Wünsche. Sagen wir: zumindest 3 Dinge, die im Urlaub unbedingt geschehen sollten.

3*4=12. Wie viele Urlaubstage hatten Sie gleich nochmal?

Haben Sie den Mut, auch einmal „nein“ zu sagen. Den vollen Terminkalender haben wir das ganze Jahr über: Umso wertvoller, wenn’s im Urlaub einmal etwas lockerer angegangen werden kann und nicht schon wieder ein Ereignis das andere jagt.

Tipp 3: Rein in’s Vergnügen

Der letzte Arbeitstag steht bevor und alle Zeichen stehen auf … Sommer, Sonne, Freizeit.

Welche Vorstellungen auch immer Sie mit einem traumhaften Urlaub verbinden: Ein guter Abschluss der noch zu erledigenden Dinge vor Urlaubsantritt ist die beste Voraussetzungen dafür, dass der Urlaub dann auch gelingt und bewahrt Sie vor bösen Überraschungen nach Ihrer Rückkehr.

Der Teufel schläft nicht. Erledigen Sie Ihre Aufgaben vor Urlaubsantritt so, dass Ihnen während Ihrer wohlverdienten Auszeit möglichst nix anbrennt. 

Tipp 4: Das liebe Handy

„Du, ich geh da grad mal rüber an den Strand – Ihr könnt ja inzwischen ein Eis essen. Wir rufen uns dann später zusammen, bevor wir auf’s Schiff gehen“

Natürlich ist es praktisch, sich jederzeit kurz telefonisch erreichen zu können. Und die Infos und die Apps und Google und sowieso.

Was wir dabei verlernen ist das ganz auf sich selbst gestellt sein. Und gerade das könnte Ihren Urlaub zu einem ganz besonderen Erlebnis werden lassen – ganz unabhängig davon, dass mit dem Handy in der Regel auch die eMails und die diversen Anrufen hereinkommen, die mit Urlaub so rein gar nichts zu tun haben.

Lassen Sie Ihr Mobiltelefon beiseite. Ausgeschaltet. Flugmodus. Batterie raus. Verstaut in der hintersten Ecke Ihres Schreibtisches. Die Welt wird die paar Tage ohne Sie auskommen. Und Ihnen wird diese wirkliche Auszeit gut tun – mit Sicherheit.

Tipp 5: Der K(r)ampf mit dem Urlaubsbudget

Also ehrlich gesagt: Mir macht es keinen Spaß, im Urlaub auf’s Geld achten zu müssen. Und Ihnen?

Gerade die Urlaubszeit verleitet uns dazu, die Dinge mal nicht so genau zu nehmen. 5e grad sein lassen und sich mal was gönnen, das man sich sonst nicht gönnt.

Und wenn Sie Ihren Urlaub gerne dort verbringen, wo viele Andere das auch tun, können Sie sicher sein: Das wird richtig schön teuer.

Legen Sie vorab ein für Sie passendes Urlaubsbudget fest. Sorgen Sie für entsprechende Highlights … und dafür, dass die Kohle nicht für unsinnige Dinge draufgeht. 

Tipp 6: Alles hat ein Ende

So wie alles hat auch die schönste Zeit im Jahr ein Ende. Gut erholt und voller Tatendrang freuen wir uns wieder auf die vielfältigen Aufgaben, vor die unser Beruf uns stellt. Oder?

Natürlich wollen wir den Urlaub bis zur letzten Stunde auskosten. Aber ist es tatsächlich sinnvoll, ihn bis zur letzten Minute im Urlaubsdomizil zu verbringen?

Wenn Sie von einer Urlaubsreise zurückkommen, gönnen Sie sich zumindest ein, zwei Tage Puffer, bevor Sie wieder in den Arbeitsalltag eintreten. 

Tipp 7: Die ersten Tage danach

„Hallo, wieder da? Wie war’s denn im Urlaub?“ – Viel Zeit bleibt in der Regel nicht, und die Alltagsroutine hat uns wieder voll im Griff.

Gut so, oder?
Schließlich lieben wir unseren Beruf.

Trotzdem macht es meist Sinn, die Maschinen etwas vorsichtig wieder hochzufahren. So können Sie Ihre positiven Urlaubsbilder länger und stärker präsent halten.

Achten Sie darauf, dass die für Sie besonders positiven Urlaubserlebnisse nicht allzu rasch in der Alltagshektik untergehen. Reservieren Sie sich ein paar Stunden für Ihr Fotoalbum, schmücken Sie Ihren Lebens- oder Arbeitsbereich mit dem einen oder anderen Mitbringsel.

***

Eine der für mich bemerkenswertesten Erfindungen der Menschheit war die Entdeckung, dass einem Acker letztlich mehr Frucht erwächst, wenn ihm in regelmäßigen Abständen eine Brachzeit gegönnt wird.

Besonders für Menschen, die sich während des Arbeitsjahres am und über ihrem individuellen Leistungslimit bewegen kann die Urlaubszeit zu einer wertvollen Brachzeit für die Seele werden.

© Header Photo by Defranceschi