Eine Darts-Scheibe

Ziele finden. Ziele, die es wert sind.

Beruf, Familie, Gesundheit. Von allen Seiten prasseln Erwartungen und Anforderungen auf Sie ein und Sie wissen schon nicht mehr, wo Ihnen der Kopf steht?

Und immer wieder diese Frage: Wofür lohnt es sich wirklich, sich einzusetzen?

Wenn Sie merken, dass die Zeit reif ist, so richtig durchzustarten … aber noch nicht so recht wissen wohin die Reise gehen soll, dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

darts_hit. Coaching-Tipp: Ziele finden. Ziele, die es wert sind.

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Ziele finden. Ziele, die es wert sind.

Sie können sich sicher erinnern an dieses eine gelungene Wochenende letztens.

Sie hatten eigentlich ganz Anderes vor, aber dann ist dieses und jenes geschehen und am Schluss ist herausgekommen, was eben herausgekommen ist.

Ein durch und durch gelungenes Wochenende. Ein gelungener Abend, Urlaub oder auch nur eine kurze, freundliche Begegnung. Unkompliziert, fröhlich, locker.

Bei unserem Thema lohnt es sich, Ereignisse dieser Art etwas genauer anzusehen.

Coaching Tipp: Ziele finden

Menschen mit klaren, positiven Zielen üben häufig eine faszinierende Wirkung auf ihre Umgebung aus. Sich mit ihnen zu unterhalten wirkt mitreißend, motivierend. Es macht Freude.

Mit den folgenden 3 einfachen Übungen kommen auch Sie ein Stück mehr mit Ihren wirklichen Zielen in Kontakt. Lassen Sie sich überraschen!

Übung 1: Erinnern Sie sich an einen Augenblick von Begeisterung

Von diesem einen Wochenende, das so gelungen war, hatten wir anfangs bereits gesprochen. Erinnern Sie sich? Halten Sie einen Moment inne und lassen Sie dieses Empfinden noch einmal stark werden. Was genau war es, das Sie daran so begeistert hatte?

Waren es die Menschen, mit denen Sie ihre Zeit verbracht hatten? War es eine besondere Idee, die sich verwirklichen ließ? Oder etwas, das Sie schon lange tun wollten … und jetzt endlich getan haben?

Sammeln Sie weitere ähnliche Ereignisse. Gehen Sie in der Zeit bis zurück in Ihre Jugend. Rufen Sie sich in Erinnerung, was Sie so richtig mitgerissen hat.

Wenn Sie dieser Spur folgen, finden Sie unweigerlich zu dem, was für Sie von zentraler Bedeutung ist. Folgen Sie dieser Spur!

Übung 2: Erinnern Sie sich an einen Augenblick der Empörung

Ja, auch umgekehrt wird ein Schuh draus. Genauso wie Begeisterung ist auch Empörung ein untrüglicher Hinweis auf unsere zentralen Werthaltungen. Wehe dem, der uns in die Quere kommt und uns – wissentlich oder unwissentlich – hier eine Verletzung zufügt. Unsere heftige Gegenwehr ist ihm sicher.

Folgen Sie der Spur von Ereignissen, die bei Ihnen Empörung hervorgerufen haben. Von der Gegenwart, bis zurück in die Jugendzeit. Finden Sie das Gemeinsame dieser Ereignisse und Erlebnisse. Entdecken Sie auch hier Ihre zentralen Werte, die Sie heftig verteidigen möchten, wenn sie bedroht sind.

Übung 3: Erlauben Sie sich Augenblicke der Stille

Mit den beiden vorangegangenen Übungen haben Sie Ihre Fragestellung schon aus zwei ganz unterschiedlichen, sich hervorragend ergänzenden Blickwinkeln betrachtet.

Sie haben sich damit auseinandergesetzt, was Sie begeistert. Davon hätten Sie mit Sicherheit gerne mehr.

Sie haben sich auch damit auseinandergesetzt, was Sie empört. Davon brauchen Sie vermutlich nicht noch mehr.

Genau betrachtet, sind beide Aspekte meist die beiden Seiten ein und der selben Medaille. Sie wissen jetzt, was für Sie wirklich wertvoll ist. Erstrebenswert, schützenswert. Wichtig und tragfähig. Darauf zu bauen, macht Sinn.

Erlauben Sie sich einen Augenblick der Stille. Mit der genaueren Betrachtung Ihrer Werthaltungen werfen Sie einen Blick in Ihr persönliches „Betriebssystem“. Es lohnt sich, hier innezuhalten und es einfach einmal anzusehen. Immer wieder einmal.

Ziele finden. Ziele, die es wert sind.

Die Arbeit mit persönlichen Zielen ist häufig überlagert von der Auseinandersetzung mit den verschiedensten Techniken des Zeit-, Aufgaben- und Ressourcenmanagements.

Da fällt mir immer wieder das Wiener Original Helmut Qualtinger ein. Der mit seinem Motorrad zwar nicht weiß, wohin er fahren soll, aber dafür mit Sicherheit schneller dort ist.

Ziele sind wie wertvolle Samen. Sie benötigen ein günstiges Umfeld und ausreichend Zeit, sich zu entwickeln. Dann können Sie sich entfalten. Und bringen mitunter Früchte hervor, die wir dem kleinen unscheinbaren Spross nicht zugetraut hätten.

Es wächst jedoch nicht schneller, wenn wir daran ziehen.

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Eine ungemähte Wiese

Ordnung schaffen. Nichts leichter als das.

Der Posteingang quillt über und auf dem Schreibtisch sieht’s auch nicht besser aus. Küche, Werkstatt, Garten … wo Sie auch hinschauen, türmt sich Unerledigtes.

Es ist wieder einmal so weit: Aufräumen ist angesagt!

Wenn Ihnen genau diese Situation nicht ganz unbekannt ist und Sie langsam genug davon haben, immer wieder die selbe Leier zu drehen, dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Ordnung schaffen. Nichts leichter als das

Ein lieber Arbeitskollege war so einer. Ein richtiger Ordnungs- und Sauberkeitsfanatiker. Auf seine liebenswürdige Art ging er damit niemandem wirklich auf die Nerven. Es tue ihm einfach gut, Ordnung zu schaffen. Aufzuräumen. Zu Putzen. Wäsche zu waschen.

So, wie die Welt außerhalb dadurch in Ordnung komme, so tue es ihm auch innerlich gut.

Mir persönlich geht es so beim Rasenmähen. Aber auch nur dort.

Klingt „Ordnung“ auch für Sie eher nach … Bevormundung, Zurechtweisung, Kritik? Probieren Sie’s mal damit:

Coaching Tipp: Ordnung schaffen

Sie haben 1000 Kleinigkeiten zu erledigen – und beginnen, sich in Ihren vielen Aufgaben zu verlieren. Oder können sich nur noch dunkel an Tage erinnern, an denen Sie noch „alles im Griff“ hatten?

Sich jetzt Hals über Kopf in’s Getümmel zu werfen und hier und da gleichzeitig anzupacken ist die zweitbeste Lösung. Setzen Sie sich in Ruhe hin, schreiben Sie alle Aufgaben auf ein Blatt Papier, fassen Sie zusammen und bringen Sie das Ganze in eine vernünftige zeitliche Reihenfolge.

Keine Zeit dafür? Mit Verlaub. Das ist keine sehr intelligente Ausrede. Von Martin Luther wird erzählt, er habe täglich eine Stunde gebetet. Nur an sehr ausgefüllten Tagen nicht. Da habe er täglich zwei Stunden gebetet.

Sich zuerst einmal zurückzulehnen, einen Überblick zu verschaffen und die Dinge in der richtigen Reihenfolge anzupacken hat noch niemandem geschadet.

Tipp 1: Managen Sie Ihre Aufgaben – bevor die Aufgaben Sie managen.

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Sie kommen meistens spät oder zumindest knapp zu Terminen und Vereinbarungen. Sie werden ständig unterbrochen und rennen die halbe Zeit Unterlagen und Hilfsmitteln hinterher, die Sie grad jetzt brauchen würden … aber nirgends finden können?

Der Tag hat bekanntlich nur 25 Stunden. Zumindest, wenn Sie die Mittagspause mit einrechnen. Aber dann ist endgültig Schluss. Mehr geht einfach nicht.

Beginnen Sie damit, Routinen zu entwickeln. Die Rechnungen werden freitags überwiesen. Oder dienstags. Oder wann auch immer. Auf jeden Fall bestimmen Sie, wann Sie in Ihr Electronic Banking einsteigen oder zum Bankschalter laufen und nicht der Postbote. Und dann nehmen Sie aber auch wirklich alles mit, was sich angesammelt hat.

Freundschaftliche Kontakte? Der gemütliche Abend mit der Familie? Waschtag? – Das alles geht viel einfacher, wenn zumindest ein guter Teil davon regelmäßig an einem dafür vorgesehenen Tag und zu einer dafür vorgesehenen Zeit erledigt wird.

Vorsicht: Verplanen Sie Ihre Zeit höchstens zu 80%! Unvorhergesehenes geschieht am laufenden Band und Sie werden mit Sicherheit nicht eine tolle Chance verpassen wollen, nur weil Sie sklavisch an Ihren Plänen festhalten. 80% ist gut. Und das schaffen Sie auch.

Tipp 2: Managen Sie Ihre Zeit. Und gehen Sie spielerisch damit um.

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Sie ertappen sich immer wieder dabei, wie Sie sich in Details verlieren und „das große Ganze“ aus dem Auge verlieren. Nebensächliches wird wichtig, Wichtiges übersehen … und der Alltag wird immer mehr zum Einsatzkommando von einer Krise zur nächsten?

Ja, es kann Spaß machen, ein paar Aufgaben in diesem Adrenalin-Modus abzuarbeiten. Auf langen Strecken jedoch sind quietschende Reifen und glühende Motoren wenig hilfreich.

Wer darauf verzichten kann, sein Leben im ständigen Krisenmodus zu verbringen, tut gut daran, zwischen Wesentlichem und Unwesentlichem zu unterscheiden und sich für die wirklich wichtigen Dinge entsprechend Zeit zu nehmen.

Tipp 3: Setzen Sie Prioritäten. Und lassen Sie sich nicht ablenken.

Ihre Aufgaben haben Sie einigermaßen im Blick. Und das mit der Zeiteinteilung klappt auch schon recht gut. Sie setzen vernünftige Prioritäten und kommen – zumindest bei den großen Brocken – nicht mehr so schnell in’s Stolpern. Aber „Ordnung“ … ist immer noch ein Fremdwort für Sie?

Wenn Sie an einem schwierigen Thema arbeiten und Ihnen allerhand durch den Kopf geht, kann ein Ortswechsel wahre Wunder wirken. Oder einfach mal alles stehen und liegen lassen. Neuer Tag, neues Glück. Vieles sieht nach einmal drüber schlafen schon wieder ganz anders aus.

Worauf Sie sich aber jedenfalls achten sollten: Wenn der Weizen geerntet ist, muss er in die Scheune. Was unnötigerweise liegen bleibt, verdirbt … und die ganze Mühe war umsonst.

Tipp 4: Bringen Sie zu Ende, was Sie anpacken. Immer.

Ordnung schaffen. Nichts leichter als das. 

Das alles können wir also tun, wenn wir Ordnung schaffen wollen. Ganz schön viel, nicht? Und auch ganz schön anstrengend.

Doch hier ist die gute Nachricht: Es kommt oft mehr darauf an, wie wir etwas tun, als was wir tun.

Klar fallen Späne, wo gehobelt wird. Doch ist so manche Unordnung hausgemacht. Wer seine sieben Sachen von vornherein einigermaßen beisammen hält, erspart sich hinterher das große Aufräumen.  😉

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Blutmond

Gute Laune: Wach werden und glücklich sein

Krieg, Konflikte, Existenzängste. Flüchtlingsströme. Politische Verwerfungen. Probleme am Arbeitsplatz und in Beziehungen. Und die Gesundheit macht auch nicht mehr wirklich mit.

Wem sollte das nicht auf’s Gemüt schlagen?

Wenn Ihnen diese Situation (allzu) vertraut ist und Sie angesichts so mancher Herausforderung grad gar keinen Anlass für „gute Laune“ finden, dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Der „Gute-Laune-Tipp“: Wach werden und glücklich sein

Eins vorweg. Mit der viel zitierten „rosa Brille“ wird er nichts zu tun haben – dieser Coaching-Tipp. Er wird keine schnelle Lösung bereitstellen – keinen kurzen Boxenstopp, der Flügel verleiht, mit denen wir uns elegant über die Unbill des Lebens hinwegsetzen könnten.

Wie immer im Coaching geht es um die eigene Wahrnehmung, den eigenen Blickwinkel … um den Mut, die Dinge einmal aus einer anderen Perspektive zu erkennen. Und auch um ein Quäntchen Übung.

Und wer weiß. Vielleicht liegt die „Lösung“ dann doch gar nicht so weit weg, wie wir möglicherweise befürchten.

Gestern Nacht fand ein besonderes astronomisches Ereignis am Nachthimmel statt: Supermond. Blutmond. Mondfinsternis. Wer derartigen Phänomenen auch nur mit einfachem astronomischem Rüstzeug zu Leibe rückt, kennt es. Die entsprechende Himmelsregion korrekt fokussieren. Vertikale und horizontale Ausrichtung. Einstellung der Schärfe. Und dann wieder etwas nachjustieren der Ausrichtung. Schließlich bleibt das Ding nicht extra für uns mal kurz stehen.

Grad so wie bei unserem Thema. Also los jetzt:

Coaching-Tipp: Gute Laune

Trennen Sie zuerst Ihr Ziel – „Gute Laune“ – für einen Moment von jeder konkreten Vorstellung. Legen Sie alle Bilder von lachenden Gesichtern, humorvollen Begebenheiten und spritziger Frische beiseite. Grad so, wie Sie die unmittelbare Umgebung beim Betrachten eines Himmelskörpers beiseite legen.

Lassen Sie Ihre momentane Befindlichkeit einfach sein, wie sie ist.

Wurscht, ob Sie gerade an einem heiklen Marketingkonzept arbeiten, einen günstigen Vertragsabschluss erwirkt oder einen heftigen Konflikt am Hals haben – das alles tut rein gar nichts zur Sache.

Wurscht, ob Sie gerade an ein Donnerwetter denken, dem fallenden Regen zuhören oder dem brummenden Motorengeräusch Ihres Fahrzeugs.

Wurscht, ob Sie gerade an Zuckerwatte denken, an eine erfrischende Brise, warme Sonnenstrahlen oder ein knisterndes Feuer.

Nehmen Sie einfach einen etwas tieferen Atemzug und versetzen Sie sich schlicht und einfach in einen Zustand unbegründeter Zufriedenheit. Ohne Bilder, Erwartungen, Hoffnungen.

Erlauben Sie sich einen Augenblick der Stille in der ununterbrochenen Brandung Ihrer täglichen Abläufe. Einfach so. Nichts weiter. Aber immer wieder einmal.

Was diese Übung bringen soll?

Wir werden unsere Launen nicht auf direktem Weg beeinflussen können. Solange wir uns von allen möglichen Begebenheiten abhängig machen, bleiben wir Spielball unserer Umgebung – Beifahrer in unserem eigenen Leben. Das Wetter, die Nachrichten, der Kollege, die Nachbarin, der Ehepartner, die Kinder – wir bleiben einer schier unüberschaubaren Anzahl von Einflüssen machtlos ausgeliefert.

Wir meinen vielleicht, uns durch allerhand Tricks in einem angenehmen Gemütszustand halten und vor Unannehmlichkeiten schützen zu können – und laufen gerade dadurch offenen Auges immer weiter in sie hinein. Statt Mondfinsternis sehen wir nur noch Finsternis. Weil wir einfach immer noch die Schutzverschraubung unseres Teleskops montiert haben.

Was uns aber hilft und stabilisiert ist, ein Klima der Zufriedenheit und guten Laune zu schaffen – unabhängig von stetig wechselnden Einflüssen und Emotionen.

Mag sein, dass Sie sich sehenden Auges zuerst einmal mit allerhand Unliebsamem konfrontiert finden. Dass sich Ihnen Unangenehmes, Schweres und Widerwärtiges aufdrängt.

Doch davon wollen wir uns doch nicht ernsthaft die gute Laune verderben lassen. Oder? 😉

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Person am Schreibtisch mit Laptop, Papier und einer Tasse

Lebenslauf – einmal anders.

Ein neues Jobangebot – vielleicht der Traumjob. Wer weiß?

Wo ist denn nur der Lebenslauf von der letzten Bewerbung geblieben. Kurz angepasst und raus damit. Oder vielleicht doch nochmals etwas überarbeiten?

Wenn Sie gerade dabei sind, Ihren Lebenslauf zu überarbeiten und die Sache diesmal etwas gründlicher angehen möchten, dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Lebenslauf – einmal anders.

Vermutlich kennen Sie diese tabellarischen Darstellungen von Ereignissen der Vergangenheit zur Genüge. Das größte Problem macht die Formatierung. Und die Seitenumbrüche. Und die korrekten Daten. War es noch April oder schon Mai, als Sie das letzte Dienstverhältnis begonnen hatten? Eine nervtötende Arbeit – und letztlich bedeutend weniger aussagekräftig, als man auf den ersten Blick meinen möchte.

Das muss aber nicht so sein. Damit Ihr Lebenslauf tatsächlich der Ihre wird: Packen Sie’s diesmal doch einmal ganz anders an!

Coaching-Tipp: Lebenslauf

Es gibt sogenannte „Fakten“. Ob und welche Abschlüsse Sie wann gemacht haben. Bei wem und wie lange Sie ein Dienstverhältnis eingegangen sind. Welche Kurse Sie wo belegt – und möglicherweise auch abgeschlossen haben.

Das alles kommt natürlich vor in einem vernünftigen Lebenslauf. Also fangen wir in einem ersten Schritt auch mal damit an:

Tragen Sie alle diese Informationen in einer für Sie passenden Gruppierung zusammen, zum Beispiel:

  • Persönliche Daten
  • Schulbildung
  • Berufserfahrung
  • Aus- und Weiterbildung
  • Fähigkeiten und Kenntnisse
  • Hobbys

Spielen Sie sich jetzt ein bisschen mit dem, was Sie alles schon erlebt, erfahren, erreicht haben – Sie werden staunen, wie gänzlich unterschiedlich die vermeintlichen Fakten Ihres Lebenslaufs dargestellt werden können. Und dabei geht es nicht nur um die reine Darstellung.

Eine Möglichkeit, wie Sie der Angelegenheit mit einer einfachen Tabelle zu Leibe rücken können finden Sie im Bild unten. Einfach draufklicken, ansehen – und dann am Besten nach eigenem Gutdünken selber gestalten!

Beispiel 1 „Persönliche Daten“: Sie sind zum Beispiel in Wien geboren? In Mittersill, St. Michael oder Landeck?

Klar. Das steht so in Ihrer Geburtsurkunde.

Coaching-Tipp: Lebenslauf - einmal anders.

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Damit verbunden sind jedoch eine ganze Menge unterschiedlicher Erfahrungen, möglicher Beziehungen und erzielbarer Ergebnisse. Machen Sie sich bewusst, was Sie genau an Ihrem Geburtsort quasi „in die Wiege gelegt“ bekommen haben!

Ich bin zum Beispiel in Hard am Bodensee zur Welt gekommen. Seit frühester Kindheit vertraut und verbunden mit dem Element Wasser. Mit Fischen. Mit Strömung. Mit Sturm. – Das hat mich zutiefst geprägt und mit zu dem gemacht, was ich heute bin.

Auf dem See finden sich selten Wegzeichen. Entsprechend leicht tue ich mir bis heute in Situationen, in denen wenige Anhaltspunkte zur Orientierung gegeben sind. Beim Coaching zum Beispiel.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht, welche Beziehungen gepflegt und welche Ergebnisse erzielt?

Beispiel 2 – „Berufserfahrung“: Sie haben (vielleicht zu) lange Zeit für ein Unternehmen gearbeitet?

Vor Zeiten waren das gefragte Qualitäten: Loyalität, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit, Durchhaltevermögen – über Jahr(zehnt)e einem Unternehmen zugehörig. Genau nach solchen Profilen wurde gesucht.

Das haben Sie mit Sicherheit drauf.

Jetzt reizt es Sie aber einfach, sich mal in einem ganz neuen Kontext zu engagieren. Da, wo es auf Innovationfähigkeit, Ideen und Experimentierfreudigkeit ankommt. – Und möglicherweise befürchten Sie, hier einen allzu sicherheitsorientierten Eindruck zu machen.

Fragen Sie sich auch hier nach Ihren Erfahrungen, Beziehungen und den erzielten Ergebnissen. Erinnern Sie sich an Episoden aus diesem Dienstverhältnis, in denen Sie genau diese Qualitäten unter Beweis gestellt haben. Wenn Sie darauf angesprochen werden, haben Sie dann mit Sicherheit die richtige Entgegnung parat.

Beispiel 3 – „Hobbys“: Sie sind eher der Typ Eigenbrötler?

Personalisten und Rekruter verschaffen sich gerne ihr eigenes Bild darüber, wie Sie eine Bewerbung einschätzen. Wird er oder sie sich im Team bewähren? Oder sich eher dezent im Hintergrund halten – frei nach dem Motto „T.oll E.in A.nderer M.acht’s?

Als leidenschaftlicher Schachspieler, Briefmarkensammler oder Leseratte, die Sie vielleicht sind, haben Sie auf den ersten Blick vielleicht schlechte Karten. Klar laufen Sie Gefahr, in die Rubrik Einzelkämpfer gesteckt und mit dem Attribut „leider nein“ beiseite gestellt zu werden.

Doch was, wenn Sie begeistert von der prickelnden Stimmung auf internationalen Schach-Tournieren berichten? Von Ihrer Erfahrung beim Aufspüren besonders seltener Briefmarken aus aller Herren Länder und den anregenden Diskussionen in Ihrem Literaturclub?

Klar. Wenn Sie Schach nur mit dem Computer spielen, die Briefmarkensammlung des verstorbenen Onkels geerbt und kaum angerührt und zweitklassige Literatur nur für sich allein genossen haben, dann ist es, was es ist.

Vermutlich ist es dann aber auch wirklich nicht Ihres, sich als Teamplayer zu positionieren?

Oder Sie finden, dass es an der Zeit ist, sich wirklich mal intensiver mit den Menschen in Ihrem Umfeld auseinander zu setzen?

Übung macht den Meister

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – lautet ein bekanntes Zitat des deutschen Schriftstellers Erich Kästner.

Wenn Sie diesen Coaching-Tipp dazu verwenden möchten, Ihre aktuelle Bewerbung nur noch kurz aufzupimpen, dann möge es so sein. Es ist natürlich Ihr Leben und Ihre Verantwortung.

Wenn aber der Reiz der Übung verlockend genug ist, dann nehmen Sie sich dafür ein paar Stunden Zeit – am besten zumindest über mehrere Tage verteilt.

Tragen Sie Ihre Erkenntnisse in einem für Sie passenden Stil zusammen: Schritt für Schritt, Punkt für Punkt. Oder meinetwegen in einer Mindmap.

Erfolgreiche Menschen denken jedenfalls auf Papier (oder heutzutage vielleicht noch auf dem Bildschirm).

Je mehr Sie selbst sich die Vielfältigkeit Ihrer bereits vorhandenen Erfahrungen ins Bewusstsein rufen, umso klarer wird Ihnen auch werden, wo die weitere Reise hingehen wird.

Sie werden sich dann nicht mehr um einen Job bewerben. Sie werden klären, ob der angebotene Job auch wirklich zu Ihnen passt.

***

Vielleicht sind Sie der Typ, der sich darüber in einem einsamen Waldspaziergang Klarheit verschafft, im Gespräch mit Freunden oder im Rahmen eines professionellen Karriere-Coachings.

Wichtig ist, dass Sie es anpacken. Es geht schließlich um das Wichtigste, das Sie zu bieten haben: Ihre Lebenskraft.

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Freudensprünge am Strand

Urlaub vorbei. Und täglich grüßt das Murmeltier?

Der Urlaub ist vorbei: Die Zeit für Erholung und Abenteuer – Sommer, Sonne, Freizeit.

„Und? Wie war’s?“ – werden Sie von der Kollegenschaft gefragt … kurz bevor Sie wieder in den mehr oder weniger gewohnten Alltag eintauchen?

Wenn Sie Ihre Batterien auch Wochen nach dem Urlaub noch in einem vernünftigen Ladezustand halten wollen, dann ist der folgende Coaching Tipp für Sie genau richtig:

Urlaub vorbei. Und täglich grüßt das Murmeltier?

Auch wenn Ihr Arbeitsplatz noch so spannend und vielseitig ist. Der erste Tag nach dem Urlaub ist doch … sagen wir … eine Umstellung.

In entspannter Urlaubsatmosphäre hatten wir das „mediterrane Lebensgefühl“ und die rasch lieb gewonnene mittägliche Siesta in vollen Zügen genossen, doch mit zunehmender Nähe zum Alltag treten ganz andere Aspekte in den Vordergrund. Von „südländischen Verhältnissen“ hören wir uns bald schon etwas geringschätzig reden. Und irgendwie sind wir froh, wieder zuhause zu sein. In der gewohnten Umgebung und mit den vertrauten Herausforderungen.

Während im Urlaub die Zügel etwas lockerer und fünfe schon mal grad gelassen wurden, zählt jetzt wieder ganz Anderes: Verlässlichkeit. Qualität. Effizienz.

Schade doch, wenn wir das Kind mit dem Bade ausschütten, oder?

Coaching-Tipp: Zurück aus dem Urlaub

Es mag vielleicht im einen oder anderen Fall auch ein paar weniger erfreuliche Episoden gegeben haben. Aber in Summe war’s doch wirklich eine super tolle Zeit, oder?

Tipp 1: Das Gute in Erinnerung behalten

Der Stau auf der Straße, die lange Wartezeit am Flughafen. Die lästige Erkältung, die vielleicht gerade zu Urlaubsbeginn ausbrechen musste. Das allzu teuer erworbene und zuhause als billigen Kitsch entlarvte Mitbringsel oder das Missgeschick mit dem vergessenen Gepäckstück.

Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht durch derartige Episödchen den Spaß an der Freude verderben lassen! Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und rufen Sie sich all die schönen Erinnerungen in’s Gedächtnis: Die herrlichen Sonnenauf- und –untergänge. Die landschaftlichen, kulturellen, kulinarischen Eindrücke. Die inspirierenden Begegnungen und Erlebnisse. Lassen Sie sich die nicht wegnehmen!

Tipp 2: Urlaub im Alltag

Interessant, auf was für Ideen wir im Urlaub kommen. Da setzen wir uns als erwachsene Menschen in’s grüne Gras, auf einen Stein oder einen Baumstumpf. Wir legen uns auf den Boden, gehen barfuß. Wir stehen frühmorgens auf um Sonnenaufgänge zu erleben oder nehmen uns eine Pizza mit an den bereits dunklen Strand. Tja, die Hormone …

Haben Sie den Mut, auch im ganz normalen Alltag ein klein wenig Urlaub zu machen. Machen Sie – wenn das möglich ist – mal eine halbe Stunde länger Mittagspause. Gehen Sie bewusst nach der Arbeit noch bei einem Eisstand oder einem Strassencafé vorbei. Es sind wie so oft die kleinen Dinge, die eine erstaunlich große Wirkung haben!

Tipp 3: Bleiben Sie neugierig!

Vor etlichen Jahren, als ich in meiner Wohngemeinde mit meiner Familie noch regelmäßig den Sonntagsgottesdienst besucht hatte, hielt in den Sommermonaten häufig ein Aushilfspriester aus dem Rheinland die Messe. Wir mussten damals häufig schmunzeln, wenn er uns in seinen Predigten immer wieder wissen ließ: „Sie wohnen da, wo Andere Urlaub machen!“.

Sagen Sie den „gewohnten Pfaden“ den Kampf an. Bleiben Sie wach, aufmerksam und neugierig. Für die meisten von uns sollte es keine allzu große Herausforderung sein, das eine oder andere Mal einen Weg zu wählen, den wir schon lange nicht mehr gegangen sind. Er könnte sich als erstaunlich interessant erweisen – und womöglich entdecken wir in unserer unmittelbaren Umgebung Dinge, die wir nicht erwartet hätten!

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Natürlich ist es etwas Besonderes, einmal für eine längere Zeit den Laden dicht zu machen und ein paar Wochen oder zumindest Tage „Luftveränderung“ haben noch selten geschadet.

Das Massenphänomen „Urlaub“ ist jedoch eine recht neue Erscheinung – und ich wage zu behaupten, dass diese Errungenschaft uns nicht wirklich „glücklicher“ gemacht hat.

Auf was es tatsächlich ankommt, ist wie wir unseren Alltag gestalten.

Denn hier spielt sich unser Leben tagtäglich ab.

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