Nennenswerte Erfolge

Wer hat das Rad erfunden, die Glühlampe, das Internet? Große Taten haben viele Väter und Mütter, von denen die meisten ungenannt bleiben – allzu oft auch unerkannt. Doch wie packen wir es an, wenn wir nennenswerte, beständige Erfolge erzielen wollen?

Die Frage, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen, ist dabei kritischer Erfolgsfaktor.

Nennenswerte Erfolge

Nennenswerte Erfolge
(c) Defranceschi

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, woran Sie „Erfolg“ messen? Sind es Ideen, die Sie umgesetzt wissen möchten? Beziehungen, die Sie entwickeln wollen oder finanziell messbare Ergebnisse?

Wenn wir über unternehmerischen Erfolg sprechen, verfallen wir allzu oft der Versuchung, uns mit einer rein betriebswirtschaftlichen Betrachtung auf ausgetretenen Pfaden zufrieden zu geben. Wir investieren unsere Kraft und Leidenschaft in ein Spiel, dessen Grundlagen wir außer Streit stellen – bewegen uns in „roten Meeren“, statt uns auf den „blauen Ozean“(1) hinaus zu wagen.

„Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.“ – soll Marlon Brando einmal gesagt haben.

Leadership und förderliche Formen der Zusammenarbeit lassen sich lernen. Die Frage, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen, ist dabei kritischer Erfolgsfaktor.

Die erfahrene TOP-Führungskraft eines bekannten Händlers mit technischem Bedarf ließ mich vor einiger Zeit wissen, wie hart der Wettbewerb in seiner Branche sei. Überleben ginge nur noch über Wachstum, Verdrängung, das Aufkaufen von Konkurrenten. Gleichzeitig entwickeln sich Geschäftsmodelle mit einem völlig andersartigen Blickwinkel. Da werden „Löcher“ verkauft statt Bohrmaschinen. Es werden Oberflächen veredelt statt Lacke produziert. Quadratmeter Straßensanierung pro 24 Stunden geleistet statt einzelner Sanierungsmaßnahmen. Kilometer Fahrleistung verkauft statt ganzer PKW.

Wenn ein Schwalbenpaar sein Nest aus Dreck und Speichel in die Dachsparren eines Kuhstalls pickt, können wir das kaum als nennenswerten Erfolg erkennen. Es scheint uns zu banal, zu alltäglich. Für die Entwicklung neuartiger Lösungen, die wir als Erfolge anerkennen können, bedarf es der Fähigkeit, sich weit außerhalb des „Gewohnten“ zu bewegen.

Auch das lässt sich lernen.

Weiterlesen: Beständigkeit – was ist schon beständig

(1) Literturtipp: Chan Kim / Renée Mauborgne. „Der Blaue Ozean als Strategie. Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt.“ Hanser Verlag. München 2016 (2)

Der Blaue Ozean als Strategie: Wie man neue Märkte schafft, wo es keine Konkurrenz gibt

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