Wer hat das Rad erfunden, die Glühlampe, das Internet? Große Taten haben viele Väter und Mütter, von denen die meisten ungenannt bleiben – allzu oft auch unerkannt. Doch wie packen wir es an, wenn wir nennenswerte, beständige Erfolge erzielen wollen?

Die Frage, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen, ist dabei kritischer Erfolgsfaktor.

Väter und Mütter

Väter und Mütter - Bild Von Daniel Stockman - Flickr: Paris 2010 Day 3 - 9, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17608895

Von Daniel Stockman – Flickr

Thomas Edison soll die Glühbirne erfunden, Winston Churchill den Krieg gewonnen und Steve Jobs die Musikindustrie revolutioniert haben. Alleine?

Es bedarf inspirierender Führungspersönlichkeiten, die den Mut und die Kraft aufbringen, aus Ideen Wirklichkeit werden zu lassen: Vorhandenes zu organisieren und so lange „dran zu bleiben“, bis das in den Anfängen meist zarte Pflänzchen Wurzeln geschlagen und ein gesundes Eigenleben entwickelt hat. Die Hoffnung auf selbstorganisierte Wunder, die sich direkt aus der Schwarmintelligenz eines hierarchiefreien Unternehmens entwickeln, halte ich persönlich für romantisch und realitätsfern. Doch kommen auch die sprichwörtlichen Einzelkämpfer selten aus der Startup-Phase heraus. Es sind wie so oft die gut zusammengetragenen Beiträge Vieler, die eine Idee Form annehmen lassen.

Leadership und förderliche Formen der Zusammenarbeit lassen sich lernen. Die Frage, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen, ist dabei kritischer Erfolgsfaktor.

Vor Jahren fragte ein befreundeter Zen-Lehrer nach dem Wert des Splints, mit dem die Antriebsschraube einer Motoryacht gesichert ist. Das käme nämlich darauf an, ob die Yacht gut vertäut im Hafen liege oder gerade von kräftigen Böen auf eine Felsküste zugetrieben wird.

Väter und Mütter großer Taten verlieren rasch ihr Ansehen, wenn sie scheinbare „Kleinigkeiten“ übersehen: Den freundlichen Empfang der Kunden im Eingangsbereich des Unternehmens, die professionelle und zeitnahe Reklamationsbearbeitung, das „Dankeschön“ an dieses eine Team, das ein lästiges Problem bei perfektem Badewetter und sommerlichen Temperaturen mit ein paar Überstunden wie selbstverständlich aus dem Weg geräumt hat.

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