Ungenannt, unerkannt

Wer hat das Rad erfunden, die Glühlampe, das Internet? Große Taten haben viele Väter und Mütter, von denen die meisten ungenannt bleiben – allzu oft auch unerkannt. Doch wie packen wir es an, wenn wir nennenswerte, beständige Erfolge erzielen wollen?

Die Frage, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen, ist dabei kritischer Erfolgsfaktor.

Ungenannt, unerkannt

Ungenannt, unerkannt - Bild © Elke Hannmann, pixelio.de.
© Elke Hannmann, pixelio.de.

Es gibt sie: Menschen, die ihren Namen nicht bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in der Zeitung, in Newslettern oder auf dem Schwarzen Brett des Unternehmens lesen möchten. Stille Performer, die ihre Arbeit ordentlich machen und dafür vor allem Eines wollen: Respekt und eine angemessene Entlohnung. Was sollte daran auch falsch sein. So manches Unternehmen kommt in Bedrängnis, wenn sich „too many chiefs, not enough indians“ um die Führung streiten, während sich niemand mehr um die eigentliche Arbeit kümmert.

Ungenannte Väter und Mütter erfolgreicher Projekte sind das Eine. Bleiben sie auch unerkannt, kann das fatale Konsequenzen haben: Die Fehleinschätzung erfolgskritischer Faktoren kann Unternehmen die Existenz kosten.

Leadership und förderliche Formen der Zusammenarbeit lassen sich lernen. Die Frage, wie wir mit uns selbst und miteinander umgehen, ist dabei kritischer Erfolgsfaktor.

In einem holzverarbeitenden Unternehmen wurde die Stelle einer Rezeptionistin neu besetzt. Es sollte eine junge Dame werden mit kaufmännischer Grundausbildung, die neben dem Empfang auch für mehrere Führungskräfte Sekretariatsaufgaben zu erledigen hatte. Die Abwicklung der Zollpapiere kam im Lauf der Zeit auch noch zu ihrem Aufgabengebiet dazu. Die junge Dame arbeitete sich rasch ein, war beliebt und erledigte ihre Aufgaben so, dass nie eine Kritik an sie herangetragen wurde. Allerdings auch sonst nichts … außer immer neue Aufgaben, um deren Erledigung man sie bat.

Eines Tages legte sie ihrem Vorgesetzten etwas verlegen die Kündigung auf den Schreibtisch. Sie habe zu dem Angebot einfach nicht nein sagen können: näher am Wohnort, besser bezahlt, angenehmere Arbeitszeiten …. Eine Nachbesetzung schien für das 90köpfige Unternehmen keine große Herausforderung zu sein, eine Einschulung durch die scheidende Mitarbeiterin schien nicht erforderlich.

Welchen Beitrag die Nichtbeachtung der Menschen in diesem Unternehmen am Konkurs im Jahr darauf tatsächlich geleistet hat, sei an dieser Stelle dahingestellt.

Weiterlesen: Richtig Anpacken