Wandel wagen – wann, wenn nicht jetzt!

Der Gedanke ist der Vater aller Dinge – Urknall eines jeden neuen Universums. Was wäre, wenn … wenn wir mit unseren Gedanken völlig neue Welten schaffen wollten. Raus aus eingefahrenen Denkschemata – aus Gewohnheiten und vermeintlichen Sicherheiten, rein in das Abenteuer Leben: In unseren Betrieben, Wohnvierteln, Familien. Was wäre wenn … Eine naive Illusion? Ganz im Gegenteil. Eine Herausforderung, um die wir ohnehin nicht herumkommen werden. 😉

Business

Internet, Mobiltelefonie, Smartphones. Globalisierung, freier Güterverkehr, gemeinsame Währung. Finanzkrise, Rettungsschirm, Nullzinspolitik. Was uns heute bereits völlig selbstverständlich erscheint und für eine ganze Reihe neuer Branchen überhaupt erst die Geschäftsgrundlage liefert, war vor erstaunlich kurzer Zeit noch völlig anders.

Und es braucht keine ausgeprägten prophetischen Fähigkeiten oder fortgeschrittene Mathematik-Kenntnisse, um sich zumindest eine grobe Vorstellung vom Ausmaß der Veränderungen zu machen, die uns auch in den nächsten 5-10 Jahren erwarten werden.

Wer seine Geschäftsstrategie an betriebswirtschaftlichen Kennzahlen vergangener Zeiten ausrichtet, wird es bestenfalls zu anekdotischer Erwähnung in den Aufzeichnungen jener Unternehmen bringen, die trotzdem überleben.

Wieso also nicht gleich den Wandel wagen?

Den Perspektivenwechsel vom „inside-out“-Denken (Wie kann ich verkaufen, was ich produzieren kann?) zu einem „outside-in“-Denken (Was braucht unsere Gesellschaft, das ich liefern kann?) zum Beispiel, der auf dem YouTube-Kanal der HSGUniStGallen unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit 3.0“ vorgeschlagen wird. 9 Minuten, die es in sich haben.

Bindungen

Individualität, Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit. Wertewandel, Respekt vor Minderheiten, Willkommenskultur. Die Welt ist zusammengerückt – Vieles ist verfügbarer und näher als noch vor wenigen Jahren. Zumindest für jene von uns mit dem nötigen Kleingeld und dem richtigen Pass.

Mit zunehmender Buntheit und Komplexität steigt bei manchen auch die Sorge um die eigene Identität. Fremdes wird vertrauter – und aus neuer Perspektive betrachtet wird Vertrautes fremd.

Wer seine sozialen Beziehungen in Netzwerke von gestern investiert, deren erstes Interesse das Festhalten an einem längst nicht mehr förderlichen Status quo besteht, betrügt sich – und die Gesellschaft – um eine vor Lebendigkeit sprühende Begeisterung, die möglich wäre, wenn …

Wieso also nicht gleich den Wandel wagen?

Den Perspektivenwechsel von der Absicherung eigener Pfründe, wohlerworbener Rechte und vertrauter Zugehörigkeiten hin zu einem mehr chancenorientierten Miteinander? In dem auch leisere, neuere Stimmen gehört und respektiert werden und zu einem fruchtbareren Miteinander beitragen können?

Persönlichkeit

Es ist schon eine ganze Weile her, als Pfarrer, Bürgermeister und Lehrer – ungegendert, versteht sich – als anerkannte Autoritäten den Ton angaben und Orientierung darüber verschafften, was erwünscht und was weniger erwünscht war.

Ein gesellschaftlicher Konsens darüber wird heute – falls überhaupt – auf dem freien Markt der Meinungen ausgehandelt. Die Verantwortung dafür, wie wir uns als Persönlichkeiten entwickeln, liegt mehr denn je bei jedem und jeder Einzelnen.

Wer die spannende Herausforderung, sich als Persönlichkeit zu entwickeln, nicht annimmt oder sie zurückdelegiert an die Ikonen der Gegenwartskultur läuft Gefahr, sich dabei selbst zu verlieren und das wohl Wertvollste zu verpassen: Das eigene Leben.

Wieso also nicht gleich den Wandel wagen?

Den Perspektivenwechsel vom Opfer der Umstände zum beherzten Schöpfer seiner und zur beherzten Schöpferin ihrer selbst? Über Erfolge und Misserfolge hinweg hin zu einer reifen Persönlichkeit, die an die Stelle vermeintlicher Abhängigkeiten und Bindungen die freiwillige und freimütige Zuwendung und Verbundenheit mit einem Kernanliegen gesetzt hat?

Wer seine Zukunft nicht selbst gestaltet, wird gestaltet. Weshalb also nicht gleich selbst Hand anlegen?