Praxisbeispiel: Teamentwicklung im Bankensektor

PraxisbeispielStarke Belastungen aufgrund hervorragenden Geschäftsverlaufs – an der Grenze zur Überlastung. Und gleichzeitig: Neuaufstellung des Teams nach einem Personalwechsel im Top-Management. Wie kann hier effizient unterstützt werden?

Mehr über unser Projekt für die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich erfahren Sie im vorliegenden Praxisbeispiel.

Die Anfrage kam auf Umwegen – wie meistens. Ein zufriedener Kunde hatte im privaten Umfeld von seinen Erfahrungen mit Quod.X® erzählt, ich wurde zum unverbindlichen persönlichen Kennen lernen eingeladen. Im ersten Gespräch wurde die gemeinsame „Chemie“ überprüft – können und wollen wir die Aufgabe miteinander angehen?

Nachdem der „cultural fit“ zwischen den handelnden Personen sichergestellt und die Entscheidung zu einem ersten Einsatz des für das traditionsreiche Bankinstitut bis dato noch unvertrauten Ansatzes von eCoaching in der Teamentwicklung gefallen war, konnte die Arbeit beginnen:

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Ausgangssituation

Die Raiffeisenlandesbank OÖ AG hat sich im Lauf ihres über 100 jährigen Bestehens mit heute 95 selbständigen Raiffeisenbanken, insgesamt 452 Bankstellen und ca. 3.500 Mitarbeitenden zur stärksten Regionalbank Österreichs entwickelt. Das Unternehmen weist eine geringe Fluktuationsrate, einen starken Fokus auf Personalentwicklung und eine stabil gewachsene Führungsmannschaft und –kultur auf. Der aktuelle Schwerpunkt in der Personalentwicklung liegt auf der Unterstützung der Mitarbeitenden im Sinne von Empowerment.

Bei der Auswahl geeigneter Instrumente und Verfahren in der Teamentwicklung wird besonderer Wert gelegt auf

  • Effizienz, Ökonomie und Vielseitigkeit in der Anwendung
  • Praxisorientierung, Datenbasiertheit und Einfachheit in der Handhabung

Die betroffene Organisationseinheit verfügt über eine über die Jahre entstandene Teamstruktur und hat aktuell mehrere Schnittstellenprobleme zu bewältigen. Trotz hemmender Umstände hat das Team in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und zum wirtschaftlichen Erfolg des Gesamtunternehmens einen respektablen Beitrag geleistet.

Aufgabenstellung:

Ein Quod.X® – Impulsprojekt soll den Teammitgliedern, der Führungskraft und der internen Projektleitung einen Überblick über vorhandene Stärken und brach liegende Potenziale verschaffen.

Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen soll projektbegleitend laufend evaluiert werden.

Projektdesign und Projekverlauf:

Die Vorbereitung des Projektes enthält ein kurzes Briefing der internen Projektleitung über den Quod.X® – Beratungsansatz incl. Selbsterfahrung, die Anpassung der Software auf die konkreten Rahmenbedingungen des Teams, die Festlegung der Kommunikationsregeln („Wer erhält wann Zugang zu welchen Daten“?) und eine Rollenklärung. Im Rahmen eines „Mini-Workshops“ mit der internen Projektleitung wird der Lösungsansatz eCoaching solide vorbereitet und intern erfahrbar gemacht. Die Vorbereitung endet mit dem Versand der Einladungen und Agenda an die Projektteilnehmenden.

Die Umsetzung des Projekts beginnt mit einem Startworkshop (1/2 Tag), im Rahmen dessen

  • ein konstruktives Arbeitsklima geschaffen,
  • die Einschulung in die Software-Anwendung durchgeführt und
  • erste quick wins identifiziert werden.

In der darauf folgenden Praxisphase trainieren die Teilnehmenden die tägliche Reflexion ihres Arbeitsalltags. Dadurch entsteht aus der unmittelbaren Praxis heraus ein Bewusstsein für Zusammenhänge und Prioritäten.

Während der Praxisphase werden zur Unterstützung der Projektleitung die laufenden Entwicklungen anhand der verfügbaren Auswertungen besprochen und entsprechende Interventionsmöglichkeiten identifiziert.

In zwei Bilanzworkshops (1/2 Tag) erhalten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Erfahrungen auszutauschen und daraus weitere Maßnahmen abzuleiten.

Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen kann von allen Projektteilnehmenden auf der webbasierten Kommunikationsplattform unmittelbar und in Echtzeit nachvollzogen werden, so dass ein zeitnahes Reagieren und Nachjustieren jederzeit möglich ist. Den Teilnehmenden wird damit die Möglichkeit gegeben, sich selbst als Gestalter zu erkennen.

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Ergebnisse und Auswirkung des Projekts:

Nach Abschluss des zweiten Bilanzworkshops sind bei einem Aufwand von 3 Halbtags-Workshops und in einer Projektdurchlaufzeit von knapp 2 Monaten folgende Hauptergebnisse erreicht:

  • Identifikation und Stärkung der wesentlichen Kraftquelle „Kundenkontakt“
  • Ausarbeitung Lösungskonzept für das als prioritär erkannte Entwicklungsfeld „Interne Zusammenarbeit“
  • Fokussierung auf das konkret, zeitnah und durch das Team eigenständig Gestaltbare
  • Berücksichtigung größerer Innovationsvorhaben bei der mittelfristigen Planung (Raum, EDV-Support, langfristige Personaleinsatz- und Nachfolgeplanung)

Im Rückblick betont die Führungskraft des betroffenen Teams, dass mit Abschluss des Projektes die Voraussetzungen für die Erreichung seines Entwicklungszieles bis 2018 geschaffen sind und das Team auf gutem Wege zur Zielerreichung ist.

Ob ein Team tatsächlich erfolgreich ist, zeigen die wirtschaftlichen Kennzahlen im Nachhinein. Die Messkriterien, um weiterhin erfolgreich zu bleiben sind weitaus komplexer aber ebenso wichtig.

Strobl-Gregor„Unser Focus lag auf einem effizienten und effektiven Workshop-Konzept, welches die Innovationskraft einer Organisation stärkt, Vergangenes reflektiert und die persönlichen Erfolgserlebnisse individuell und systemisch erlebbar machen.“ – so der interne Projektleiter der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Mag. Dott. Gregor Strobl.

„Als Pilot-Projekt angelegt, waren wir auf die Wirkung sehr gespannt. Sowohl die Ist-Analyse und die daraus entwickelten Interventionen wurden erstmals mit Unterstützung von Quod.X® begleitend evaluiert und in messbare Einheiten gegossen. Binnen kürzester Zeit wurde Dank der externen Trainer-Begleitung ein wertschätzendes Umfeld geschaffen in dem teils sehr verborgene/unausgesprochene Themen auf den Tisch kamen. Die Rückspiegelung der gesammelten Daten an das Team eröffnete neue Perspektiven, Einblicke und Sichtweisen. Binnen kürzester Zeit wurde aus subjektiven Realitäten eine gemeinsame Wirklichkeit mit sehr konkreten und umsetzbaren Maßnahmen. Die Workshopreihe habe ich als Projektleiter sehr spannend, anspruchsvoll und vor allem hoch wirksam empfunden.“