Innovation – Kämpfst du noch oder erneuerst du schon?

Sie steht im business-speach Ranking ganz weit oben: die Innovation. Und zu Recht, ist sie doch einer der mächtigsten Angelpunkte für eine ganze Reihe mehr oder weniger löblicher Ziele.

Den Wettbewerb dominieren zum Beispiel. Das Leben mit neuen Produkten leichter und angenehmer machen zum Beispiel. Die überfällige Umstellung auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise sicher auch irgendwann.

Doch wie können wir Rahmenbedingungen schaffen, unter denen das Neue gedeihen kann?

So können wir die Entwicklung einer Innovation fördern

Mit Geld – dem Düngemittel. Klar sind Innovationen eine Frage des Geldes. Und deshalb gibt es auch eine ganze Reihe entsprechender Förderinstrumente.

Schön und hilfreich – aber letztlich doch nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs.

Mit Führungskompetenz – dem Gärtner. Zumindest wenn wir wollen, dass die neuen Ideen nicht nur im eigenen Haus geboren sondern hier auch verwertet werden. Nicht selten drücken sich die kreativen Köpfe diesbezüglich lernresistenter Unternehmen im Gründerservice der Wirtschaftskammer die Klinke in die Hand.

Mit „Zuckerbrot, Peitsche und Leadership“ lassen sich die Überlebenschancen einer Innovation schon deutlich verbessern.

Mit Unternehmenskultur – dem Boden. Ja. Auch Unternehmen haben einen Charakter. Sie leben in unterschiedlichen Wertewelten, pflegen andere Umgangsformen und zeigen sich ganz anders vor ihren Kunden.

Die Bodenzusammensetzung des eigenen Unternehmens zu erkennen ist gar nicht so einfach. Wirklich versiert können damit eigentlich nur diejenigen umgehen, die kontinuierlich für eine moderate Fluktuationsrate von ein paar Prozent pro Jahr sorgen – auch in der Führungsmannschaft! – oder sich eben externes Feedback holen.

Es macht wenig Sinn, in einen Kartoffelacker Heidelbeeren zu pflanzen.

Doch wie schaffen wir überhaupt die Voraussetzung dafür, dass einem oder einer gewitzten Technik-Nerd beim Zähne putzen oder wo auch immer plötzlich dieses Heureka-Erlebnis einfährt und eine neue Idee geboren wird?

Mit Freiraum für Ideen – den Samen und Setzlingen. Hier sprechen wir von der persönlichen Kultur eines und einer jeden Mitarbeiterin des Unternehmens. Um im eigenen Fach wirklich top zu sein reicht es eben nicht, ständig auf Hochtouren zu laufen und in kürzester Zeit den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen – entsprechende Burnout-, Boreout- und Dropout-Raten sprechen seit Jahren Bände darüber.

Praxis-Tipp

Dem Augustinermönch und Reformator Martin Luther wird nachgesagt, er habe sein persönliches Heureka auf dem stillen Örtchen erlebt.

Dass ein flächendeckendes upgrade der Sanitäranlagen in unseren Unternehmen tatsächlich zur Steigerung unserer Innovationspotenz führt halte ich eher für unwahrscheinlich.

Ab und zu einmal ein paar Minuten innezuhalten, sich zu orientieren und das eigene Tun einer kritischen Selbstreflexion zu unterziehen.

Das bringt neue Samenkörner und Setzlinge in den müdesten Acker.